Freitag der 13.

Ich bin nicht abergläubisch. Aber heute ist doch etwas der Wurm drin.

Als ich heute Morgen das Haus verließ: trocken. Als ich die U-Bahn verließ: trocken. Auf halbem Weg zum Büro: Regen und Schnee. Ich werde naß und denke mir: Gleich bist Du da. Im selben Moment denke ich: Verdammt! Heute habe ich die Foto-Tasche dabei und die Zugangskarte ist in der anderen Tasche. In der Firma angekommen lässt mich ein Kollege rein. Rechner an, Kaffee holen. Kaffee leider viel zu stark. Wieder am Rechner: Das Dokument ist beschädigt und kann nicht geöffnet werden.

Ich bin nicht abergläubisch.

Der Rest des Tages muß jetzt aber gut werden!

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„Keime“ im Geflügel

Heute schreibt der Spiegel unter dem Titel „Tierschützer finden gefährliche Keime in Hähnchenfleisch“ über Geflügelproben aus Supermärkten. In diesen Fleischproben wurden MRSA (Methicillin resistente Staphylococcus aureus) und andere Erreger mit ESBL-Resistenzen (Enhances Spectrum Beta-Lactamase) gefunden.

Der Aufschrei ist groß. Ich bin allerdings wenig verwundert über diese „Entdeckung“. Denn schon 1996 im Mikrobiologie Grundpraktikum lernte ich,  daß „das ganze Geflügelfleisch aus dem Supermarkt eigentlich als Sonderabfall entsorgt werden müsste“. Und wen wundert das jetzt noch? Also mich nicht.

Bei der industriellen Tierhaltung werden aus diversen Gründen – von denen eigentlich fast alle zu verurteilen sind – Antibiotika eingesetzt. In Deutschland ist das megenmäßig mehr, als Menschen bei Infektionen verschrieben wird. Daran verdienen natürlich alle prächtig und das Fleisch ist dann im Supermarkt schön billig. Und wo Antibiotika auf Bakterien (Pressesprech: Keime) treffen, da überleben halt immer ein paar, die sich eine Resistenz geschnappt haben!

Ich kann hier nur dazu aufrufen, industriell hergestelltes Fleisch nicht zu kaufen. Und das gilt natürlich nicht nur für Geflügel. Leute, kauft bitte 1. das Fleisch dort, wo Ihr einigermaßen wisst, wo es herkommt und kauft 2. einfach mal weniger Fleisch. Dann ist es auch kein Beinbruch mehr, wenn der Braten beim Bio-Fleischer (oder im Hofladen) nicht 5 Euro wie beim Discounter sondern einfach mal 15 Euro kostet. Dafür weiß man dann aber auch, was man hat und braucht sich keine Sorgen darüber zu machen, ob man bei der nächsten OP hinterher nicht vielleicht eine fiese MRSA-Wundinfektion hat, weil man sich bei der Zubereitung des „leckeren“ Hähnchenschnitzels einfach mal ein paar MRSA-Zellen in die Nase geschmiert hat, wo  diese sich richtig wohl fühlen…

Das mit den resistenten Bakterien in der industriellen Mast/Schlachtung ist keine Neuigkeit und kein Wunder. Dazu gibt es seit Jahren Publikationen, die aber ignoriert werden. Hauptsache das Fleisch ist schön billig!

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Ärger mit DHL. Oder doch nicht?

Wer kennt das nicht: Ärger mit DHL. Wenn wir mal ehrlich sind, hatten wir alle schon mal Streß, weil eine Lieferung nicht angekommen ist, wir nicht benachrichtigt wurden oder einfach alles blöd gelaufen ist.

Bei uns kommt es leider öfter mal vor, daß wir nicht benachrichtigt werden, wenn eine Lieferung bei uns nicht abgegeben weden konnte. Meistens stehen wir dann bei der Post und fragen, ob sie nicht vielleicht ein Paket für uns haben. Meistens taucht es dann auf. Meckern hilft nicht, weil die POST ja nicht DHL ist und umgekehrt.

Den letzten Kontakt mit DHL hatten wir diese Woche. Und das war so:

Claire hatte etwas bei Amazon bestellt, war dann leider nicht zu Hause und hatte eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten. So weit, so gut. Dumm war nur, daß wir bei uns im Haus niemandem mit dem Namen haben, der auf der Karte stand. Tja, was macht man dann? Man läuft abends bei Dunkelheit durch die Nachbarschaft, klappert 4 Straßen ab und sucht nach „Goldberg“. Und? Kein Goldberg in der Nachbarschaft.

Claire war relativ unglücklich mit der Situation (man will ja auch seine Lieferung haben…) und rief die DHL Hotline an. Die Nummer führte in ein offensichtlich sächsisches Callcenter. Die gute Frau am anderen Ende der Leitung konnte ihr nicht recht helfen und stellte sie zu „jemandem von der Technik“ durch. Dort ist sie relativ unfreundlich abgefertigt worden und wurde mit der Begründung abserviert, daß sie als Empängerin gar nicht zu melden hätte und nur der Absender „Rechte hat“.

Das war der Moment wo Claire dann endgültig ziemlich unglücklich war und ich Plan B gestartet habe: TwitterArnim WArnim W @arnim_w

@DHLPaket Wie kann es sein, daß wir eine Benachrichtigung über ein Paket bekommen und der Name darauf in der Nachbarschaft nicht existiert?

SO! Wenn man bei der Hotline so kläglich scheitert, hat vielleicht twitter Erfolgt. Eigentlich hatte ich mit keiner Antwort am gleichen Tag gerechnet, weil es schon kurz nach 18 Uhr war und DHLPaket eigentlich nur bis 18 Uhr besetzt ist. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

18:20 Uhr:

@arnim_w Das darf natürlich nicht sein. Bitte geben Sie uns Ihre Adresse mit Rufnummer und ggf. Sendungsnummer an twitter@dhl.com .

Huch! Twitter scheint bei DHL kein toter Briefkasten zu sein. Na gut, dann los! Inzwischen hatte Claire mit Amazon telefoniert und der freundliche (diesmal wirklich) Herr von der Hotline kontaktierte seinerrseits DHL. DHL wiederum sagte zu, den DHL-Paketfahrer zwecks Klärung anzusprechen, dies könne allerdings bis zu drei Tagen dauern.

Ich schrieb also an DHL und schilderte mein Anliegen. Zu Sicherheit noch mal per Twitter hinterher:

@arnim_w @dhlpaket Danke für die schnelle Antwort. Die Mail ist gerade rausgegangen.
DHL PaketDHL Paket @DHLPaket

@arnim_w Danke, haben auch grade zurück geschrieben. Bitte noch mal eine Email mit Ihrer Rufnummer. Wir rufen Sie an.

Ich dachte mir: „Klar! Wenn irgendwas nicht passiert, dann das.“

10 Minuten später ruft mich doch tatsächlich jemand aus Bonn von DHL an. Ich war baff! Aber sowas von. Der sehr nette DHL-Mensch hatte mit dem Fahrer gesprochen, der bei uns im Haus war. Wow! Wer das DHL-Tracking kennt weil, daß es für den Kunden schon quasi ein Glückstreffer ist, wenn man rausfindet, daß das Paket in der Gegend des Empfängers ist. Aber daß DHL für seinen Twitter-Account zuständige Leute im Einsatz hat, die sogar den Fahrer ausfindig machen können und mit diesem sprechen – das hat mich wirklich beeindruckt.

Zusammengefasst habe ich erfahren, daß die Frau, die das Paket angenommen hat bei uns im Haus wohnt und Claire kennt. Sie heißt „Goldberg“ und auf ihrem Klingelschild steht nichts, aber am Briefkasten noch der alte Name X, die wohne noch nicht so lange im Haus. Daraufhin bin ich erstmal durch Haus und habe nach dem alten Namen gesucht. Nichts! DHL hatte so lange am Telefon gewartet. Ich schilderte das Problem und er versprach einen Rückruf. 5 Minuten später neue Informationen aus Bonn: Sie wohnt nicht sehr weit oben und hat einen Aufkleber an der Tür, den der Fahrer sehr genau beschreiben konnte. Ha! Das war der Tip, der mir gefehlt hat. Genau diesen Aufkleber, der wirklich selten ist, hat die Frau über uns an der Tür. ABER sie heißt weder Goldberg noch X, noch ist sie gerade eingezogen. Dafür ist sie aber eine total komische Gestalt. Naja, Claire hat am nächsten Tag Sturm geklingelt und das Paket noch erhalten.

Fassen wir mal zusammen: Nachbarn können echt nerven, die DHL-Hotline ist ein klarer Fehlschlag und der DHL-Twitter-Account war GANZ GROSSES KINO! Vielen Dank dafür!

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Hessische Perle gesucht

Nein, nicht von mir! Folgendes entdeckte ich neulich vor der Haspa an der Ecke Osterstraße und Müggenkamp:

20111208-130658.jpg

Hey Jonas, ich drücke Dir die Daumen!

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Neue Seite

Liebe LeserInnen,

vielleicht wisst Ihr es schon, vielleicht ist es für Euch neu: Ich fotografiere ziemlich gerne in meiner Freizeit. Damit ich nicht immer überlegen muß, wo ich Fotos unterbringe oder darüber schreibe, gibt es jetzt eine neue Seite nur für meine Fotoerfahrungen und Ergebnisse arnimw.de - also guckt doch mal vorbei!
 

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Haare

Damit man den folgenden Eintrag versteht, muß man etwas über meine Haare wissen: Ich war nie der Typ mit den vielen, dicken, dunklen Haaren. Eigentlich waren sie immer relativ dünn (Durchmesser) und auch eher blond. Damit war das Thema Frisur in den letzten 37 Jahren nicht wirklich vorhanden. Nun kam es so, daß sich bei mir mit ca. 18 Jahren die sogenannten Geheimratsecken ausgebildet haben – erst wenig, dann immer mehr. Da ich aber wie gesagt nie groß über das Thema Frisur nachgedacht hatte, waren meine Haare eigentlich seit meinem 19 Lebensjahr (oder so) immer kurz. Nun ist es aber so, daß „kurz“ ja auch nicht in Millimetern definiert ist. In den letzten Jahren habe ich mich von immer mehr meiner Haare verabschiedet und in dem Zusammenhang wurden die verbliebenen dann auch immer kürzer geschnitten.

Als ich von Göttingen nach Hamburg gezogen war (2008), brauchte ich also auch einen neuen Frisör und landete bei „Schnitt und mehr“ im Eppendorfer Weg. Alls war super, wenn man davon absieht, daß es schon immer schwierig war, dort einen Termin zu ergattern. Als ich nun neulich vor unserem Urlaub noch mal eben schnell meine Haare schneiden lassen wollte, war ich bei einer neuen Kollegin und musste doch nach 37 Jahren das erste Mal zum Nachschneiden hingehen! Bisher kannte ich das Wort nur aus Erzählungen. Aber der Blick in den Spiegel und meine Hand sagten mir, daß ich an der rechten hinteren Ecke meiner Restfrisur doch tatsächlich deutlich zu lange Haare hatte.

Ich weiß nicht, ob dieses Erlebnis ausschlaggebend war, oder ob es der dauernde Kampf um einen Termin war, aber ich habe den Frisör gewechselt. Spontan! Und wenig zielgerichtet. Und das kam so: Auf dem Weg von der Arbeit (Königstraße, Altona) zum U-Bahn St. Pauli gehe ich meistens durch die Seilerstraße, weil die Touris und manchmal auch die Punks auf der Reeperbahn echt nerven können. In der Seilerstraße gibt es einen Laden, der mir ob seines lustigen Namens schon ein paar Mal aufgefallen war: Kiezschnitte.

Also saß ich eines Tages im Büro und mir kamen die Worte meiner Frau ins Gedächtnis „…könntest auch mal wieder zum Frisör gehen…“. Spontan wollte ich in meiner Mittagspause einen Frisörbesuch einbauen. Nur wo? Kiezschnitte! Ich machte mich auf den Weg und bekam Zweifel. „Das ist doch so ein Laden in dem immer so Leute mit richtigen Frisuren sitzen“ – „Die haben alle Gelfrisuren“ – „Die lachen mich doch aus“ waren meine Gedanken. Aber ich ließ mich nicht beirren und ging rein.

Erste Gedanken: Oh, 50er Jahre. Oh, Elvis Bilder. Oh, Elvis Musik! Ohoh.. nicht Dein Laden. Rückzieher sind nicht so unbedingt mein Ding und daraum entschied ich mich für die Flucht nach vorn.

Ich: „Moin. Könnt Ihr mir spontan die Haare schneiden?“

Kunde (Haare! Dunkle, dicke Haare, 50er Jahre Elvis Frisur) guckt mich an.

Kundin, lange, rote Haare, ignoriert mich.

Frisörin1, klein blond, 50er Jahre Outfit, lächelt.

Frisörin2, klein, dunkelblond, 50er Jahre Outfit, Binde am Arm mit der Aufschrift „Kiezschnitte“, lächelt und sagt:  Klar, meine Kollegin macht das gleich!

Ich war irgendwie erleichtert und nahm auf einem der 50er Jahre Stühle Platz. Warten. Im Internet surfen. Warten.

Frisörin1: Kann losgehen! Was darfs denn werden?

Ich: Alles ab. Mit der Maschine bitte.

Frisörein1: Ohne Aufsatz?

Ich: Ab. Ohne Aufsatz.

Neben mir bekam der Kunde mit der Frisur noch eine Beratung zum Thema Pomade. Ich hörte interessiert zu. Es Thema mit dem ich mich wirklich noch nie beschäftigt hatte. Die Kiezschnitte hat offensichtlich eine seeeeehr große Auswahl an verschiedenen Pomaden. Bei mir lief alles prima und ich war zufrieden – auch ohne Pomade.

Neulich musste ich mal wieder hin und es lief ähnlich (nur nicht in der Mittagspause sondern abends).

Ich: „Moin. Könnt Ihr mir spontan die Haare schneiden?“

Kiezschnitte grinst und sagt: „Na, viel ist ja nicht zu tun bei Dir. Setz Dich.“

Es lief wie das erste Mal. Schnell, gut, sogar mit Wäsche und echt günstig.

Fazit: Prima Laden, lustige Leute, gute Arbeit. Eine klare Hingehempfehlung von mir! Auch wenn ich nichts von Frisuren und Pomade verstehe.

P.S.: Das Foto zeigt übrigens zur Veranschaulichung meinen Kopf.

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Verleih

Falls gerade mal keine Erotik im Haus ist:

20111022-103809.jpg

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Kekse für alle!

Passend zu meinem letzten Eintrag über die OccupyWallStreet-Bewegung, fand ich heute bei Nico das hier:

Via http://9gag.com/gag/333777 gefunden bei Nico.

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Good bye, Steve.

(picture: Jonathan Mak)

Too early.

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99%

Endlich habe ich mal wieder einen lesenswerten Artikel bei Spiegel gefunden:

Bloggende Wall-Street-Gegner: „Wir kriegen nichts, die Banker alles“ Bloggende Wall-Street Gegner

Lesenswert! Die Bewegung werde ich mal im Auge behalten.

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