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Ärger mit DHL. Oder doch nicht?

Wer kennt das nicht: Ärger mit DHL. Wenn wir mal ehrlich sind, hatten wir alle schon mal Streß, weil eine Lieferung nicht angekommen ist, wir nicht benachrichtigt wurden oder einfach alles blöd gelaufen ist.

Bei uns kommt es leider öfter mal vor, daß wir nicht benachrichtigt werden, wenn eine Lieferung bei uns nicht abgegeben weden konnte. Meistens stehen wir dann bei der Post und fragen, ob sie nicht vielleicht ein Paket für uns haben. Meistens taucht es dann auf. Meckern hilft nicht, weil die POST ja nicht DHL ist und umgekehrt.

Den letzten Kontakt mit DHL hatten wir diese Woche. Und das war so:

Claire hatte etwas bei Amazon bestellt, war dann leider nicht zu Hause und hatte eine Benachrichtigungskarte im Briefkasten. So weit, so gut. Dumm war nur, daß wir bei uns im Haus niemandem mit dem Namen haben, der auf der Karte stand. Tja, was macht man dann? Man läuft abends bei Dunkelheit durch die Nachbarschaft, klappert 4 Straßen ab und sucht nach “Goldberg”. Und? Kein Goldberg in der Nachbarschaft.

Claire war relativ unglücklich mit der Situation (man will ja auch seine Lieferung haben…) und rief die DHL Hotline an. Die Nummer führte in ein offensichtlich sächsisches Callcenter. Die gute Frau am anderen Ende der Leitung konnte ihr nicht recht helfen und stellte sie zu “jemandem von der Technik” durch. Dort ist sie relativ unfreundlich abgefertigt worden und wurde mit der Begründung abserviert, daß sie als Empängerin gar nicht zu melden hätte und nur der Absender “Rechte hat”.

Das war der Moment wo Claire dann endgültig ziemlich unglücklich war und ich Plan B gestartet habe: TwitterArnim WArnim W @arnim_w

@DHLPaket Wie kann es sein, daß wir eine Benachrichtigung über ein Paket bekommen und der Name darauf in der Nachbarschaft nicht existiert?

SO! Wenn man bei der Hotline so kläglich scheitert, hat vielleicht twitter Erfolgt. Eigentlich hatte ich mit keiner Antwort am gleichen Tag gerechnet, weil es schon kurz nach 18 Uhr war und DHLPaket eigentlich nur bis 18 Uhr besetzt ist. Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

18:20 Uhr:

@arnim_w Das darf natürlich nicht sein. Bitte geben Sie uns Ihre Adresse mit Rufnummer und ggf. Sendungsnummer an twitter@dhl.com .

Huch! Twitter scheint bei DHL kein toter Briefkasten zu sein. Na gut, dann los! Inzwischen hatte Claire mit Amazon telefoniert und der freundliche (diesmal wirklich) Herr von der Hotline kontaktierte seinerrseits DHL. DHL wiederum sagte zu, den DHL-Paketfahrer zwecks Klärung anzusprechen, dies könne allerdings bis zu drei Tagen dauern.

Ich schrieb also an DHL und schilderte mein Anliegen. Zu Sicherheit noch mal per Twitter hinterher:

@arnim_w @dhlpaket Danke für die schnelle Antwort. Die Mail ist gerade rausgegangen.
DHL PaketDHL Paket @DHLPaket

@arnim_w Danke, haben auch grade zurück geschrieben. Bitte noch mal eine Email mit Ihrer Rufnummer. Wir rufen Sie an.

Ich dachte mir: “Klar! Wenn irgendwas nicht passiert, dann das.”

10 Minuten später ruft mich doch tatsächlich jemand aus Bonn von DHL an. Ich war baff! Aber sowas von. Der sehr nette DHL-Mensch hatte mit dem Fahrer gesprochen, der bei uns im Haus war. Wow! Wer das DHL-Tracking kennt weil, daß es für den Kunden schon quasi ein Glückstreffer ist, wenn man rausfindet, daß das Paket in der Gegend des Empfängers ist. Aber daß DHL für seinen Twitter-Account zuständige Leute im Einsatz hat, die sogar den Fahrer ausfindig machen können und mit diesem sprechen – das hat mich wirklich beeindruckt.

Zusammengefasst habe ich erfahren, daß die Frau, die das Paket angenommen hat bei uns im Haus wohnt und Claire kennt. Sie heißt “Goldberg” und auf ihrem Klingelschild steht nichts, aber am Briefkasten noch der alte Name X, die wohne noch nicht so lange im Haus. Daraufhin bin ich erstmal durch Haus und habe nach dem alten Namen gesucht. Nichts! DHL hatte so lange am Telefon gewartet. Ich schilderte das Problem und er versprach einen Rückruf. 5 Minuten später neue Informationen aus Bonn: Sie wohnt nicht sehr weit oben und hat einen Aufkleber an der Tür, den der Fahrer sehr genau beschreiben konnte. Ha! Das war der Tip, der mir gefehlt hat. Genau diesen Aufkleber, der wirklich selten ist, hat die Frau über uns an der Tür. ABER sie heißt weder Goldberg noch X, noch ist sie gerade eingezogen. Dafür ist sie aber eine total komische Gestalt. Naja, Claire hat am nächsten Tag Sturm geklingelt und das Paket noch erhalten.

Fassen wir mal zusammen: Nachbarn können echt nerven, die DHL-Hotline ist ein klarer Fehlschlag und der DHL-Twitter-Account war GANZ GROSSES KINO! Vielen Dank dafür!

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Der Unfall.

Eines Abends saß ich auf dem Sofa. Ein schöner Abend mit sehr angenehmer Gesellschaft. Das inzwischen leere Whisky-Glas stand neben mir auf der Armlehne. Neben dem Sofa auf dem Boden lag mein Mac-Book. Dann passierte es: mit einer mehr als ungeschickten Bewegung erwischte ich das ziemliche schwere Glas das wiederum in einem Bogen zuerst von der Lehne, dann auf das Mac-Book und dann auf den Boden flog.

Schockstarre.

Das Glas ist heile und war zum Glück schon leer. Der Deckel das Mac-Books?! Unversehrt. Aufklappen. Das Display?!! Unversehrt. OK. Jetzt noch schnell den Rechner aus dem Schlafmodus holen und sichergehen, daß auch wirklich nichts passiert ist. Sollte ich wirklich so viel Glück gehabt haben? Doch dann sah ich es: Das Display war zwar äußerlich in Ordnung, aber innen drin war wohl etwas gesprungen. Es sah aus wie eine Glasscheibe durch die kurz zuvor ein Stein geflogen war. Mist.

Am folgenden Tag rief ich gleich im Apple-Store an. Warum duzen die einen eigentlich automatisch??? Naja. Einen Termin zu Abgabe meines defekten Computers bekam ich vier Tage später. Ich war begeistert! Warum muß ich dafür extra einen Termin vereinbaren? Als ich 10 Minuten vor dem vereinbarten Termin im Apple-Store im Alstertal-Einkaufszentrum ankam, wusste ich warum: Der Laden war brechend voll. Ich wartete und vertreib mir die Zeit damit zu beobachten, warum die Kunden im Laden waren. Die meisten hatte Probleme mit ihrem iPhones. Gut, daß ich so ein Ding nicht habe. Ich wurde aufgerufen. Kurzes Gespräch mit Niklas. Die Erklärung wie es zu dem Unfall kam, habe ich abgekürzt. So stand danach nur im Bericht: “Glas auf Deckel gefallen.”

Niklas war voll nett und total zuvorkommend. So, wie er das bestimmt im Apple-Customer-Support-Genius-Bar-Customer-Management-Kurs gelernt hat.

Ich: “Wie lange dauert die Reparatur?”
Niklas: “5-6 Tage. Dann hast Du das Gerät wieder.”
Ich: “Ihr ruft an?”
Niklas: “Ja.”

7 Tage später – wir waren inzwischen im Urlaub – rief ich bei Nina an. Das ist eine der freundlichen Damen (Mitarbeiterschulung!) vom Call-Center.

Ich: “Mein Rechner ist bei Euch. Er sollte schon fertig sein, aber mich hat niemand angerufen.”
Nina: “Ich kläre das und rufe Dich zurück.”

Warten.

Ring, ring, ring.

Nina: “Oh ja, das tut mir leid. Wir haben zur Zeit ein paar kranke Techniker und das dauer 1-2 Tage.”
Ich dachte: “Ist mir doch egal, ob ihre kranke Techniker habt. Ich will mein Notebook zurück!
Ich sagte: “Hmm.. Naja. OK. Ihr ruft mich zurück, wenn ich sich was tut?”
Nina: “Ja klar. Machen wir!”

5 Tage später. Donnertag. Nichts war passiert. Ich rufe wieder bei Apple an.

Telefoncomputer – Auswahl -Terror. Dann…

Apple: “Willkommen im Apple-Alstertal Kundencenter! Mein Name ist Julia, was kann ich für Dich tun?
Ich: “Hallo. Mein Mac ist immer noch bei Euch. WANN wird er fertig?”
Julia: “Seit wann denn?”
Ich: “Seit ca. zwei Wochen!”
Julia: “Oh ja, ich gucke mal eben.”

Warten.

Julia: “Oh, das tut mir leid. Der wird gerade JETZT repariert. Ich glaube nicht, daß wir das diese Woche noch schaffen. Montag eher Dienstag. Ich hoffe das ist OK für Dich?”
Ich – inzwischen leicht geladen – “NEIN! Ist es nicht! Es reicht mir langsam! 5-6 Tage war die Ansage und die sind inzwischen locker verstrichen!”
Julia: “Ja, das tut mir Leid.”

Ich war bedient und habe mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich dem Chef des Ladens mal so richtig die Meinung sagen könnte.

Freitag.

Ring, ring, ring. Apple!

Apple: “Hallo hier ist Julia! Dein Mac ist fertig!”
Ich: “Super. Bis wann kann ich vorbeikommen?”
Julia: “Bis 20 Uhr!”
Ich: “Danke. Tschüß.”

Auf dem Weg zu Apple (45 Minuten S-Bahn) überlegte ich mir schon, was ich dem Chef des Lades alles an den Kopf werfen könnte. Ich war so richtig in Rage!

Als ich den Apple-Store erreichte, traf mich der Schlag: Das letzte Mal war es voll. Jetzt war es übervoll. Ich weiß echt nicht, was die da alle gemacht haben. Also griff ich mir den nächsten Menschen (Namen vergessen – Jan vielleicht?!) und fragte wie ich denn an meinen Rechner käme.

Jan: “Da vorne an der Genius-Bar.”
Ich: “An der Schlange anstellen?!”
Jan: “Schlange? Oh, ich mache das eben.”

Ich war baff und meine extrem schlechte Laune verbesserte sich um einen Punkt auf der nach oben offenen Schlechte-Laune-Skala.

Jan kam 10 Minuten später mit meinem Mac aus einer Tür. Darauf ein Zettel: “Display getauscht. Display Bezel und Tastatur kostenlos getauscht wegen zu langer Wartezeit.”

Ich war schon wieder baff und meine Laune verbesserte sich um weitere 20 Punkte auf der nach oben offenen Schlechte-Laune-Skala.

Schneller Test. Alles OK. Wenn man den Rechner jetzt aufklappt, sieht es aus wie neu! Weiter 10 Punkte.

Fazit: Meckern hilft anscheinend und Apple zeigt sich echt kulant. Danke!

Wer jetzt wissen möchte, womit ich dem Chef gedroht hätte, wenn noch irgendetwas schief gelaufen wäre: Ich hätte Steve Jobs persönlich eine Mail geschrieben. Und das hätte ich wirklich getan :-)

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Vorratsdaten ausgewertet.

“Ich habe doch nichts zu verbergen!”, “Was kann man damit schon anfangen?” – “Interessiert doch eh keinen.”

Das sind ein paar der Standardargumente, wenn es um Vorratsdatenspeicherung geht. Malte Spitz – ein Politiker der Grünen hat gegen die Telekom auf die Herausgabe der Daten geklagt, die das Unternehmen über ihn gesammelt hat. Er bekam Recht und seine Daten. In Zusammenarbeit mit der ZEIT wurden diese Daten nun zu einem Bewegunsprofil zusammengefasst und ergeben ein erschreckend klares Bild darüber, wo sich ein Mensch in einem halben Jahr überall aufhält.

Meine Meinung über Vorratsdatenspeicherung dürfte ich hier schon oft genug kundgetan haben, aber ich mache das gerne wieder: Die Vorratsdatenspeicherung gehört verboten und abgeschafft! Ich kann es leider nicht mit meiner Vorstellung von einer freien Gesellschaft vereinbaren, wenn ein Staat von jedem Bürger ein detailiertes Bewegungsprofil erstellt (Handyortung) und außerdem Buch führt darüber, wer wann angerufen wurde/angerufen hat, wem man eine SMS schreibt/vom wem man eine empfängt, wem man eine e-mail schreibt usw.

Man stelle sich nur mal vor, man müsse jedes Mal, wenn man das Haus verlässt vorher bei der Polizei oder einer sonstigen staatlichen Einrichtung anrufen und sagen, daß man jetzt an Ort X fährt und gerade mit Person Y gesprochen hat. Ein Aufschrei sondergleichen würde durch die Bevölkerung gehen!!! Und warum passiert das nicht, wenn alles automatisch gespeichert wird? Tja, weil das wieder “so ein Technikzeug” ist und außerdem werden damit doch Terroristen gefangen und Kinderschänder. Es gab übrigens auch schon Untersuchungen darüber wie viele Verbrechen (und von Terroranschlägen reden wir hier noch gar nicht) durch die Vorratsdatenspeicherung verhindert wurden: eine verschwindend geringe Anzahl und selbst da ist nicht sicher, ob sie nicht auch ohne V.s. hätten verhindert werden können (habe leider die Quelle nicht mehr).

Wie wäre es eigentlich, wenn man mal das Bewegungsprofil und sonstigen Kommunikationsdaten von Herrn zu Guttenberg untersuchen würde?! Vielleicht würde man dann auch endlich seinen Ghostwriter ausfindig machen. Und dann gehört er 1. vor ein Gericht und 2. nicht mehr in unsere Regierung.

Es ist zum Verzweifeln.

Ach übrigens: meine Doktorarbeit ist einzig und allein von mir geschrieben worden und alle Quellen wurden angegeben. Dazu habe ich auch – wie jede/r Doktorand/in – eine eidesstattliche Versicherung abgegeben.

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Eingeordnet unter aufgeregt, Diese Land und seine Bürger, Dieses Internet, Dieses Land und seine Politiker

Abgesagt.

Das für gestern angesetzte Derby zwischen dem Magischen FC und dem Vorstadtclub aus St. Ellingen ist abgesagt worden. Und nicht etwa weil etwas unvorhergesehenes passiert ist, sondern weil der HSV nicht in der Lage war seinen neuen Rasen rechtzeitig zu verlegen.

Ich will mich gar nicht weiter aufregen – das habe ich schon zur Genüge getan (sorry, Claire) – sonden einfach mal fragen warum man das nicht vor dem Start der Rückrunde gemacht hat? Mit Rasenheizung wäre der auch prima angewachsen. Oder warum muß man das überhaupt machen? “Unser” Rasen ist zwar nicht schick, aber bespielbar! Ob das jetzt kalkuliert war, wie so manch anderer vermutet, sei mal dahingestellt. Ärgerlich für alle Beteiligten (außer dem HSV) ist es allemal.

Was bleibt mir zu sagen? Verdammt, verdammt, verdammt.

Und was mache ich heute? Richtig: Die Ablage. Auch als “Schreibtisch aufräumen” bezeichnet.

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Zeichen

Als ich heute das erste Mal aus dem Fenster guckte, sah ich weiß. Eine weiße Nebelwand. Weil ich gestern auf dem Rad so gefroren habe, beschloß ich, die Winterjacke zusammenzubauen . Als ich den fleece in der Regenjacke per Reißverschluß befestigen wollte, verklemmte sich eben dieser und sorgte für einen kleinen Wutausbruch am Morgen als sich auch noch das Band am Griff des corpus delicti in Luft auflöste. Der Weg zur Arbeit war ok und ich bin dank Winterjacke und St. Pauli Handschuhen auch nicht erfroren.

Aber warum startet jetzt mein Rechner im Büro nicht??? Und warum ist aus der EDV-Abteilung niemand da? Das ist bestimmt das Zeichen wieder nach Hause zu fahren und sich ins Bett zu legen!

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Die totale Innere Sicherheit

Jeder der mich kennt weiß, daß ich ziemlich allergisch auf die Aussage “Ich habe doch nichts zu verbergen!” reagiere, wenn ich mal wieder von Überwachung rede.

Im Blog Annalist habe ich einen Link zu einem Fernsehbeitrag gefunden, der das Thema aufgreift und verdeutlicht, daß Mancher vielleicht an der falschen Ecke guckt, wenn es um Überwachung geht. Die geht nämlich nicht nur von google aus, sondern in viel erschreckenderem Ausmaß von unsere geliebten Bundesregierung (und von den Landesregierungen natürlich).

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Der Klempner ist mal wieder da…

… Ja genau – DER KLEMPNER – dieses Mal nur eine halbe Stunde zu spät. Er ist mir vor der Haustür in die Arme gelaufen, als ich gerade zur Arbeit gehen wollte. Ach was solls. Jetzt bekommen wir eine Duschtür – ohne, jemals eine bestellt zu haben. Die Hausverwaltung hat offenbar beschlossen, daß in eine frisch sanierte Wohnung auch eine maßgefertigte(!) Glas-Duschtür gehört. Was soll ich dazu sagen?

Och nö, danke. Ich finde den Duschvorhang ganz gut.

Kommt eventuell nicht so gut an. Immerhin sieht die Tür nicht total mies aus. Werde nachher mal ein Bild machen – ohne Handwerker. Ansonsten heißt es jetzt erstmal: warten. Gut, daß mein Arbeitgeber so locker ist und ich nicht Punkt 8 Uhr auf der Matte stehen muß.

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Eingeordnet unter Arnim und Hamburg, aufgeregt, das Leben

Alle Jahre wieder…

Letztes Jahr schrieb ich schon darüber. Und auch dieses Jahr haben sie mich wieder eingeholt: Die peinlichen Freizeitmöchtegernrocker. Es ist mal wieder der 26.6. und es sind mal wieder Harley-Days in Hamburg. Meinem Eintrag von letzten Jahr ist nichts hinzuzufügen außer, daß ich dieses Jahr noch zwei weitere Quellen zitieren möchte:

1. Matt Wagner ist anscheinend auch meiner Meinung. Wir leiden offenbar beide in der gleichen Gegend.

2. Die Welt hat einen Artikel veröffentlicht, an dem wahrscheinlich viel mehr Wahres dran ist, als man auch den ersten Blick glaubt.

In Zeiten des Klimaschutzes frage ich mich, wie man Veranstaltungen, bei denen aus purer Lust an der Freude CO2 und andere Gase in die Luft geblasen werden, überhaupt genehmigen – ja sogar unterstützen – kann. Und von der Lärmbelästigung reden wir hier noch gar nicht! Aber was tut unsere schöne Hansestadt nicht alles, um jeden einzelnen Touristen der Welt nach Hamburg zu locken. Vielleicht machen sie nächste Woche einen Klimaschutz-Wochenende? Die Klimaschutz-Webseite gibt es jedenfalls schon… Ob die Tourismusbehörde von der Klimaschutzbehörde weiß? Vielleicht haben sie sich ja sogar in Sachen Harley-Days in den Haaren gehabt und der Chef der Tourismusbehörde hat das Duell im Morgengrauen im Stadtpark gewonnen? Man weiß es nicht.

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BILD und die WM

Ich gebe zu, daß ich erst ein Spiel der Fußball-WM – oh, sorry – FIFA Fussballweltmeisterschaft – gesehen habe. Der Krach der Tröten hat mich zwar immer mal wieder, aber nicht konstant gestört. Das blendet man irgendwann aus. Was wirklich etwas gestört hat, war die Tatsache, daß es kein Auf und Ab des Jubels sondern ein konstantes Tröten gabe. Naja, bin ja nicht im Stadion.

Die BILD-Zeitung tut allerdings so, als hätte die Welt 1. nur noch die WM im Kopf und 2. keine anderen Sorgen als die Vuvuzela-Tröten. Allerdings kann sich die BILD-Zeitung nicht entscheiden, ob sie jetzt FÜR oder GEGEN die Vuvuzelas ist (Claire schrieb auch schon drüber).

Gerade entdeckte ich bei BILD-Online folgendes:

BILD ruft zum Boykott auf! Na endlich habe ich gedacht. Wird ja mal Zeit, daß sie sich dafür oder dagegen entscheiden. Ein Blick auf die WM-Spezial-Seite enthüllte dann aber folgendes:

Schade. Doch nicht. Beim Geldverdienen hört die Konsequenz anscheinend auf. Aber wen wundert das wirklich?!

 

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Fremdgehört

Gerade war ich im Ladengeschäft (m)eines Mobilfunkanbieters, um mich über eine falsche Rechnung zu beschweren. Nachdem sich die zum Glück kostenlose Hotline als nicht zuständig erklärt hatte, wurde ich zu diesem Schritt gezwungen. Immerhin geht es um 18 Euro netto(!) und ums Prinzip. Und das ging so….

Arnim: “Moin. Ich habe hier ein Problem mit meiner Rechnung.”
Handymensch: “Moin. Dann mal los!”
Arnim: “Neulich Vertrag verlängert… dabei abgemacht, daß 100 SMS kostenlos…. wurden aber doch berechnet…”
Handymensch: “Alles klar. Kennen wir schon. Ich faxe da mal mein Standardschreiben hin.”

Während er schrieb und faxte, hörte ich am Tresen (neudeutsch Counter) nebenan zu, wie eine Stundentin mit ihrem Freund beraten wurde. Diese hatte anscheinend gerade einen neuen Vertrag abgeschlossen und wollte nun auch ein neues Handtelefon.

Stundentin: “Ich hätte gerne so ein Blackberry.”
Handymensch2 (übrigens der, bei dem ich neulich war…): “Da musst Du aber die Blackberryoption mitbuchen.”
Stundentin: “OK!” (dabei hatte sie ein gewissen Leuchten in den Augen, als ob sie sich schon zwischen den wichtigen “Kreativen” in der U-Bahn sah)
Handymensch2: “Oh nee. Warte mal. Die Blackberryoption ist ja für Studenten kostenlos.”
Stundentin: (noch mehr Glitzern in den Augen): “JA, JA, JA!”
Handymensch2: “Aber Du brauchst auf jeden Fall die Internetflat-Option.”
Stundentin: “Nehme ich!”
Handymensch2: “Alles klar. Welches Handy darf’s denn sein?”

Dann führte er ihr zwei Blackberry-Geräte vor. SIE konnte sich aber nicht recht entscheiden. Dann schlug die große Stunde des Handymenschen2

Handymensch2: “Oder nimm doch das Palm ….. (genaue Bezeichnung vergessen) das ist auch in den monatlichen Raten billiger.”

Jetzt kam das kurzzeitig verschwundene Glitzern in den Augen der Stunden wieder zum Vorschein. Handymensch schrieb währenddessen meinen Brief an den Anbieter weiter.

Studentin: “Ist das Palm denn besser?”
Handymensch2: “Ja! Das hat Apps und Internet und dann kannst Du facebook machen und siehst sofort ALLES!”
Das betonte er ungefähr so wie ein Physiker am Cern, der soeben die Entdeckung des Higgs Bosons zu vermelden hatte. Oder ein Forscher, der einen Impfstoff gegen HIV präsentiert oder ein Medikament gegen alle Krebs-Arten.

In diesem Moment steigerte sich das Glitzern in den Augen der Studentin zu einer Sternenexplosion und sie sagte fast schon ekstatisch “Jaaaaaaa! DAS nehme ich!!!”

Die Aufzählung der Preise für den Vertrag, das Gerät und die einzelnen Pakete war dann nur noch Nebensache und wurde ohne Murren akzeptiert.

Inzwischen war mein Fax verschickt und ich verließ zufrieden (wegen meines Rechnungsproblems) und endlos überrascht von so viel Handy-Gläubigkeit der Studentin den Laden.

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