Passend zu meinem letzten Eintrag über die OccupyWallStreet-Bewegung, fand ich heute bei Nico das hier:
Via http://9gag.com/gag/333777 gefunden bei Nico.
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Endlich habe ich mal wieder einen lesenswerten Artikel bei Spiegel gefunden:
Bloggende Wall-Street-Gegner: “Wir kriegen nichts, die Banker alles” Bloggende Wall-Street Gegner
Lesenswert! Die Bewegung werde ich mal im Auge behalten.
Eingeordnet unter das Leben, Dieses Internet
Gerade habe ich mich bei Facebook abgemeldet. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von Anfang an nicht verstanden was ich da soll und vor allem habe ich nie verstanden wie man diese blöde Seite bedient.
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“Ich habe doch nichts zu verbergen!”, “Was kann man damit schon anfangen?” – “Interessiert doch eh keinen.”
Das sind ein paar der Standardargumente, wenn es um Vorratsdatenspeicherung geht. Malte Spitz – ein Politiker der Grünen hat gegen die Telekom auf die Herausgabe der Daten geklagt, die das Unternehmen über ihn gesammelt hat. Er bekam Recht und seine Daten. In Zusammenarbeit mit der ZEIT wurden diese Daten nun zu einem Bewegunsprofil zusammengefasst und ergeben ein erschreckend klares Bild darüber, wo sich ein Mensch in einem halben Jahr überall aufhält.
Meine Meinung über Vorratsdatenspeicherung dürfte ich hier schon oft genug kundgetan haben, aber ich mache das gerne wieder: Die Vorratsdatenspeicherung gehört verboten und abgeschafft! Ich kann es leider nicht mit meiner Vorstellung von einer freien Gesellschaft vereinbaren, wenn ein Staat von jedem Bürger ein detailiertes Bewegungsprofil erstellt (Handyortung) und außerdem Buch führt darüber, wer wann angerufen wurde/angerufen hat, wem man eine SMS schreibt/vom wem man eine empfängt, wem man eine e-mail schreibt usw.
Man stelle sich nur mal vor, man müsse jedes Mal, wenn man das Haus verlässt vorher bei der Polizei oder einer sonstigen staatlichen Einrichtung anrufen und sagen, daß man jetzt an Ort X fährt und gerade mit Person Y gesprochen hat. Ein Aufschrei sondergleichen würde durch die Bevölkerung gehen!!! Und warum passiert das nicht, wenn alles automatisch gespeichert wird? Tja, weil das wieder “so ein Technikzeug” ist und außerdem werden damit doch Terroristen gefangen und Kinderschänder. Es gab übrigens auch schon Untersuchungen darüber wie viele Verbrechen (und von Terroranschlägen reden wir hier noch gar nicht) durch die Vorratsdatenspeicherung verhindert wurden: eine verschwindend geringe Anzahl und selbst da ist nicht sicher, ob sie nicht auch ohne V.s. hätten verhindert werden können (habe leider die Quelle nicht mehr).
Wie wäre es eigentlich, wenn man mal das Bewegungsprofil und sonstigen Kommunikationsdaten von Herrn zu Guttenberg untersuchen würde?! Vielleicht würde man dann auch endlich seinen Ghostwriter ausfindig machen. Und dann gehört er 1. vor ein Gericht und 2. nicht mehr in unsere Regierung.
Es ist zum Verzweifeln.
Ach übrigens: meine Doktorarbeit ist einzig und allein von mir geschrieben worden und alle Quellen wurden angegeben. Dazu habe ich auch – wie jede/r Doktorand/in – eine eidesstattliche Versicherung abgegeben.
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Gerade war ich im Ladengeschäft (m)eines Mobilfunkanbieters, um mich über eine falsche Rechnung zu beschweren. Nachdem sich die zum Glück kostenlose Hotline als nicht zuständig erklärt hatte, wurde ich zu diesem Schritt gezwungen. Immerhin geht es um 18 Euro netto(!) und ums Prinzip. Und das ging so….
Arnim: “Moin. Ich habe hier ein Problem mit meiner Rechnung.”
Handymensch: “Moin. Dann mal los!”
Arnim: “Neulich Vertrag verlängert… dabei abgemacht, daß 100 SMS kostenlos…. wurden aber doch berechnet…”
Handymensch: “Alles klar. Kennen wir schon. Ich faxe da mal mein Standardschreiben hin.”
Während er schrieb und faxte, hörte ich am Tresen (neudeutsch Counter) nebenan zu, wie eine Stundentin mit ihrem Freund beraten wurde. Diese hatte anscheinend gerade einen neuen Vertrag abgeschlossen und wollte nun auch ein neues Handtelefon.
Stundentin: “Ich hätte gerne so ein Blackberry.”
Handymensch2 (übrigens der, bei dem ich neulich war…): “Da musst Du aber die Blackberryoption mitbuchen.”
Stundentin: “OK!” (dabei hatte sie ein gewissen Leuchten in den Augen, als ob sie sich schon zwischen den wichtigen “Kreativen” in der U-Bahn sah)
Handymensch2: “Oh nee. Warte mal. Die Blackberryoption ist ja für Studenten kostenlos.”
Stundentin: (noch mehr Glitzern in den Augen): “JA, JA, JA!”
Handymensch2: “Aber Du brauchst auf jeden Fall die Internetflat-Option.”
Stundentin: “Nehme ich!”
Handymensch2: “Alles klar. Welches Handy darf’s denn sein?”
Dann führte er ihr zwei Blackberry-Geräte vor. SIE konnte sich aber nicht recht entscheiden. Dann schlug die große Stunde des Handymenschen2…
Handymensch2: “Oder nimm doch das Palm ….. (genaue Bezeichnung vergessen) das ist auch in den monatlichen Raten billiger.”
Jetzt kam das kurzzeitig verschwundene Glitzern in den Augen der Stunden wieder zum Vorschein. Handymensch schrieb währenddessen meinen Brief an den Anbieter weiter.
Studentin: “Ist das Palm denn besser?”
Handymensch2: “Ja! Das hat Apps und Internet und dann kannst Du facebook machen und siehst sofort ALLES!”
Das betonte er ungefähr so wie ein Physiker am Cern, der soeben die Entdeckung des Higgs Bosons zu vermelden hatte. Oder ein Forscher, der einen Impfstoff gegen HIV präsentiert oder ein Medikament gegen alle Krebs-Arten.
In diesem Moment steigerte sich das Glitzern in den Augen der Studentin zu einer Sternenexplosion und sie sagte fast schon ekstatisch “Jaaaaaaa! DAS nehme ich!!!”
Die Aufzählung der Preise für den Vertrag, das Gerät und die einzelnen Pakete war dann nur noch Nebensache und wurde ohne Murren akzeptiert.
Inzwischen war mein Fax verschickt und ich verließ zufrieden (wegen meines Rechnungsproblems) und endlos überrascht von so viel Handy-Gläubigkeit der Studentin den Laden.
Eingeordnet unter aufgeregt, das Leben, Dieses Internet, keine Kernkompetenz
Gerade eine sehr schönes Foto bei evil daystar gefunden. Hier klicken:
Müsste man in Hamburg auch gleich mal installieren. Allen, die den Witz nicht verstanden habe, empfehle ich folgende Seite als Lektüre.
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Passend dazu ein nettes Filmchen zum aktuellen Chat Roulette Hype.
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Endlich ist es so weit: Das Bundesverfassungsgericht hat die Vorratsspeicherung für verfassungswidrig erklärt.
Schon lange frage ich mich, wieso nicht jeder Bürger dieses Landes alleine bei dem Wort schon an die Decke geht! Die erste Reaktion ist immer “Was? Neee! Ach das machen die nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen.” Die Erklärung, daß das seit 2008 ein entsprechendes Gesetz gibt, scheint niemand zu glauben. Wenn die Leute mit denen man spricht, es dann endlich glauben sagen sie “Ach, das ist vielleicht gar nicht schlecht. So finden sie die Terroristen schneller. Ich habe ja nichts zu verbergen.” Spätestens an diesem Punkt könnte ich explodieren! Was würden diese Mitbürger wohl davon halten, wenn sie genau Buch darüber führen müssten, wen sie wann wie lange angerufen haben, wem sie wann eine mail/SMS geschrieben haben und wo sie sich wann aufgehalten haben. Am Ende der Woche wird der Bericht dann bei den Behörden abgegeben und für sechs Monate gelagert – nur für den Fall der Fälle. Ein Aufschrei würde durchs Land gehen! Aber so, wo genau DAS automatisch “unsichtbar” passiert, scheint es niemanden zu stören. Was die Auswirkungen dieser Datensammelwut sein können, ist sehr schön in einem Artikel in der F.A.Z. dargestellt.
Die Umkehrung der Unschuldsvermutung halte ich für ein Unding! Denn genau das ist dieses Gesetz: alle Bürger/innen werden unter Generalverdacht gestellt. Es könnte ja sein, daß einer was zu verbergen hat! So etwas darf in einem Rechtsstaat keinen Platz haben. Und hoffentlich ist es genau das, was jetzt auch die Richter der Bundesverfassungsgerichts gedacht haben. Sie fordern ein neues Gesetz, um der entsprechenden EU-Richtlinie gerecht zu werden. Außerdem müssen alle bisher gesammelten Daten sofort gelöscht werden. Und das freut mich besonders, denn das Wissen, daß Vater-Staat nicht (mehr) weiß wo ich die letzten sechs Monate war, wem ich wann geschrieben habe und wen ich wann angerufen habe, DAS beruhigt mich etwas und lässt mich etwas ruhiger schlafen.
Natürlich weiß ich, daß ein neues Gesetz auch wieder nur ein Kompromiss zwischen unwissenden und von einer diffusen Terror-Angst getriebenen Politikern wird, aber immerhin führt das heutige Urteil zu einer hoffentlich breiten Diskussion in der Bevölkerung. Später wird dann hoffentlich ein Gesetz verabschiedet, welches die informelle Selbstbestimmung der BürgerInnen ernsthaft berücksichtigt. Am liebsten wäre mir natürlich gar keine Datenspeicherung, aber das wird es wohl mit unseren Politikern nicht geben. Vielleicht kapiert am Ende auch Erika Mustermann, daß es nicht gut ist, alles zu glauben, was Politiker in einem Anflug von “Ich weiß wovon ich rede!” und “SICHERHEIT!!!” so von sich geben.
So. Das war’s fürs Erste.
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