Eines Abends saß ich auf dem Sofa. Ein schöner Abend mit sehr angenehmer Gesellschaft. Das inzwischen leere Whisky-Glas stand neben mir auf der Armlehne. Neben dem Sofa auf dem Boden lag mein Mac-Book. Dann passierte es: mit einer mehr als ungeschickten Bewegung erwischte ich das ziemliche schwere Glas das wiederum in einem Bogen zuerst von der Lehne, dann auf das Mac-Book und dann auf den Boden flog.
Schockstarre.
Das Glas ist heile und war zum Glück schon leer. Der Deckel das Mac-Books?! Unversehrt. Aufklappen. Das Display?!! Unversehrt. OK. Jetzt noch schnell den Rechner aus dem Schlafmodus holen und sichergehen, daß auch wirklich nichts passiert ist. Sollte ich wirklich so viel Glück gehabt haben? Doch dann sah ich es: Das Display war zwar äußerlich in Ordnung, aber innen drin war wohl etwas gesprungen. Es sah aus wie eine Glasscheibe durch die kurz zuvor ein Stein geflogen war. Mist.
Am folgenden Tag rief ich gleich im Apple-Store an. Warum duzen die einen eigentlich automatisch??? Naja. Einen Termin zu Abgabe meines defekten Computers bekam ich vier Tage später. Ich war begeistert! Warum muß ich dafür extra einen Termin vereinbaren? Als ich 10 Minuten vor dem vereinbarten Termin im Apple-Store im Alstertal-Einkaufszentrum ankam, wusste ich warum: Der Laden war brechend voll. Ich wartete und vertreib mir die Zeit damit zu beobachten, warum die Kunden im Laden waren. Die meisten hatte Probleme mit ihrem iPhones. Gut, daß ich so ein Ding nicht habe. Ich wurde aufgerufen. Kurzes Gespräch mit Niklas. Die Erklärung wie es zu dem Unfall kam, habe ich abgekürzt. So stand danach nur im Bericht: “Glas auf Deckel gefallen.”
Niklas war voll nett und total zuvorkommend. So, wie er das bestimmt im Apple-Customer-Support-Genius-Bar-Customer-Management-Kurs gelernt hat.
Ich: “Wie lange dauert die Reparatur?”
Niklas: “5-6 Tage. Dann hast Du das Gerät wieder.”
Ich: “Ihr ruft an?”
Niklas: “Ja.”
7 Tage später – wir waren inzwischen im Urlaub – rief ich bei Nina an. Das ist eine der freundlichen Damen (Mitarbeiterschulung!) vom Call-Center.
Ich: “Mein Rechner ist bei Euch. Er sollte schon fertig sein, aber mich hat niemand angerufen.”
Nina: “Ich kläre das und rufe Dich zurück.”
Warten.
Ring, ring, ring.
Nina: “Oh ja, das tut mir leid. Wir haben zur Zeit ein paar kranke Techniker und das dauer 1-2 Tage.”
Ich dachte: “Ist mir doch egal, ob ihre kranke Techniker habt. Ich will mein Notebook zurück!“
Ich sagte: “Hmm.. Naja. OK. Ihr ruft mich zurück, wenn ich sich was tut?”
Nina: “Ja klar. Machen wir!”
5 Tage später. Donnertag. Nichts war passiert. Ich rufe wieder bei Apple an.
Telefoncomputer – Auswahl -Terror. Dann…
Apple: “Willkommen im Apple-Alstertal Kundencenter! Mein Name ist Julia, was kann ich für Dich tun?
Ich: “Hallo. Mein Mac ist immer noch bei Euch. WANN wird er fertig?”
Julia: “Seit wann denn?”
Ich: “Seit ca. zwei Wochen!”
Julia: “Oh ja, ich gucke mal eben.”
Warten.
Julia: “Oh, das tut mir leid. Der wird gerade JETZT repariert. Ich glaube nicht, daß wir das diese Woche noch schaffen. Montag eher Dienstag. Ich hoffe das ist OK für Dich?”
Ich – inzwischen leicht geladen – “NEIN! Ist es nicht! Es reicht mir langsam! 5-6 Tage war die Ansage und die sind inzwischen locker verstrichen!”
Julia: “Ja, das tut mir Leid.”
Ich war bedient und habe mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich dem Chef des Ladens mal so richtig die Meinung sagen könnte.
Freitag.
Ring, ring, ring. Apple!
Apple: “Hallo hier ist Julia! Dein Mac ist fertig!”
Ich: “Super. Bis wann kann ich vorbeikommen?”
Julia: “Bis 20 Uhr!”
Ich: “Danke. Tschüß.”
Auf dem Weg zu Apple (45 Minuten S-Bahn) überlegte ich mir schon, was ich dem Chef des Lades alles an den Kopf werfen könnte. Ich war so richtig in Rage!
Als ich den Apple-Store erreichte, traf mich der Schlag: Das letzte Mal war es voll. Jetzt war es übervoll. Ich weiß echt nicht, was die da alle gemacht haben. Also griff ich mir den nächsten Menschen (Namen vergessen – Jan vielleicht?!) und fragte wie ich denn an meinen Rechner käme.
Jan: “Da vorne an der Genius-Bar.”
Ich: “An der Schlange anstellen?!”
Jan: “Schlange? Oh, ich mache das eben.”
Ich war baff und meine extrem schlechte Laune verbesserte sich um einen Punkt auf der nach oben offenen Schlechte-Laune-Skala.
Jan kam 10 Minuten später mit meinem Mac aus einer Tür. Darauf ein Zettel: “Display getauscht. Display Bezel und Tastatur kostenlos getauscht wegen zu langer Wartezeit.”
Ich war schon wieder baff und meine Laune verbesserte sich um weitere 20 Punkte auf der nach oben offenen Schlechte-Laune-Skala.
Schneller Test. Alles OK. Wenn man den Rechner jetzt aufklappt, sieht es aus wie neu! Weiter 10 Punkte.
Fazit: Meckern hilft anscheinend und Apple zeigt sich echt kulant. Danke!
Wer jetzt wissen möchte, womit ich dem Chef gedroht hätte, wenn noch irgendetwas schief gelaufen wäre: Ich hätte Steve Jobs persönlich eine Mail geschrieben. Und das hätte ich wirklich getan :-)











Gekauft habe ich es mal, weil es klein und leicht ist. Außerdem hat es ein Metallgehäuse (leider nur teilweise, wie sich später herausstellte) und ich fand es einfach gut. Zufrieden war ich mit dem Gerät allerdings nur 2-3 Wochen. Dann hatte ich plötzlich von einer auf die andere Sekunde keinen Empfang mehr, konnte nichts eingeben, man hörte mich nicht, oder die Tasten sind unter den Gehäuserand gerutscht. Also wurde das Teil eingeschickt. Das war letztes Jahr im Oktober. Im Dezember bekam ich das Gerät als “repariert” zurück. Ok, man konnte mich wieder hören, die Tasten verrutschten nicht mehr und der Empfang war “besser”. Anführungszeichen deshalb, weil der Empfang jetzt nicht mehr von einer Sekunde auf die andere (auch gerne mal während des Gesprächs) weg war, sondern nur ganz schlecht wurde, so daß man gerade noch “O2″ auf dem Display hatte. OK, damit konnte ich einigermaßen leben. Bis vor ca. 2 Monaten eine neue Macke auftauchte: Neustart. Einfach so meinte das Mobiltelefon, es müsse spontan ausgehen, neu starten und dann wieder brav nach dem PIN fragen. AHA! Dachte ich mir: Softwareupdate muß sein. Ich also schön die neue Software eingespielt – nicht nötig zu erwähnen, daß ich zwar den SMS -Eingang aber nicht den SMS-Ausgang gesichert hatte. Außerdem ist ja wohl klar, daß man mit der tollen Sony Software die SMS zwar sichern aber nicht wieder auf das Telefon aufspielen kann. Hätte ich doch wissen müssen!!! Naja… das update tat jedenfalls was es sollte und ich war mit dem Handydings wieder zufrieden. Vor zwei Wochen ging es wieder los: reboot, Neustart, Absturz. UND WAS WEISS ICH NOCH ALLES… Läuft das Teil eigentlich unter Windows? Mir reichte es. Ende aus Applaus. Ich beschloß ein Hardware-downgrade zu machen:
Der Vorgänger schlummerte noch in einer Schublade – das gute, alte K610i. Es ist wieder am Start! OK, es ist nicht ganz so schlank….
… und hat auch keine 3.2 Megapixel Kamera und kein Metallgehäuse, aber dafür kann man damit telefonieren, SMS schreiben und es einfach nur als TELEFON benutzen. Klingt komisch? Ist aber so!

